Gedanken zum Jahreswechsel 2020/2021

-Wir können der Tatsache nicht ausweichen, dass jede einzelne Handlung, die wir tun, ihre Auswirkung auf das Ganze hat. (Albert Einstein)

Heute ist der letzte Tag im Jahr. Mit diesem Jahr 2020 geht ein turbulentes, und für viele nicht einfaches Jahr zu Ende. Aber jede Krise, jede schwierige Situation bietet auch Chancen zu wachsen.

Ergreifen wir sie oder hoffen wir nur, dass alles schnellstmöglich vorbei geht und alles wird wie vorher?

Ich glaube, es wird nicht mehr werden wir vorher. Und das ist gut so. Leben ist Veränderung, Leben ist Wachstum. Lassen wir dieses Wachstum zu und gehen frohen Herzens mit. Angst bringt uns nicht weiter, am Alten festhalten auch nicht. 

Wenn du gestern schon gebangt hast, das Heute nicht gut zu überstehen, dann lebst du auch heute nicht mehr, weil du schon um morgen fürchtest. „Christiane Allert-Wybranietz“

Als ich gestern aufwachte, spürte ich, dass es kalt war draußen. Ich liebe es bei offenem Fenster zu schlafen. Im gleichen Moment, als ich das spürte, fühlte ich eine tiefe Dankbarkeit. Dafür, dass ich ein warmes Bett habe und mir war bewusst, dass so viele auf der Erde das nicht haben. 

Für die meisten von uns sind diese alltäglichen Dinge normal. Wir denken gar nicht mehr darüber nach.

Es ist so selbstverständlich geworden, dass wir alles haben, was wir wollen. Das wir alles zu jeder Zeit kaufen können. Und wir beschweren uns, wenn es mal nicht so ist. Wir beschweren uns über Beschränkungen, die „unsere Freiheit“ einschränken (kann man Freiheit, die ich in mir habe, einschränken?) und schreien unseren Unmut heraus, weil wir keine Silvesterparty feiern können und die Restaurants geschlossen haben. Viele haben Angst, weil etwas passiert, was wir nicht steuern können. Ein Virus nimmt keine Rücksicht auf Ländergrenzen, auf arm oder reich, auf alt oder jung. Es zeigt uns sehr deutlich, dass wir alle gleich sind. Wir haben keine KONTROLLE darüber. Und das macht vielen Angst.

Was wir für mein Gefühl dabei vergessen:

  • Wir können Lebensmittel kaufen, niemand muss hungern! Viele auf der Welt haben das nicht. Etwa 14.000 Kinder unter 5 Jahren sterben TÄGLICH weltweit, plus ca. 900.000 Kinder zwischen 5 und 15 Jahren.
  • Wir leben in Europa im Frieden! Ende 2019 waren rd. 80 Millionen Menschen weltweit auf der Flucht vor Krieg, Verfolgung, Gewalt usw.
  • Wir haben Zugang zu lebenswichtigem Wasser zu Centpreisen! Rund 2,2 Milliarden weltweit haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser.

Und wir?

  • Erwarten, das Lebensmittel für ganz wenig Geld zu haben sind,
  • Wollen das Tiere artgerecht gehalten werden, sind aber nicht bereit, den Preis dafür zu zahlen oder auf Fleisch zu verzichten
  • Ignorieren, dass Landwirte den Preis für ihre Waren von Lebensmittelkonzernen vorgeschrieben bekommen (zumindest von einigen)
  • Sind bereit, rd. 1.000 Euro für ein Mobilphon auszugeben, viele alle 2 Jahre und nehmen in Kauf, dass dafür die Ressourcen der Erde ausgebeutet werden oder beschweren uns darüber.
  • Kaufen T-Shirt für 2 Euro und Hosen für 5 Euro im Billigladen und schimpfen gleichzeitig über die unfairen Arbeitsbedingungen und die Ausbeutung von Menschen in anderen Ländern.
  • Wir regen uns über den Müll in der Umwelt oder den Meeren auf (zu Recht), den andere produzieren, übersehen aber den Müll, der vor der eigenen Haustür liegt, anstatt ihn aufzuheben (ist ja nicht von mir!)
  • Jeden Tag wird Regenwald von der Größe von, ich glaube, 11 Fußballfeldern, vernichtet (oder war das pro Minute?)

Und das sind nur wenige Beispiel. Da stimmt doch was nicht? Da läuft gehörig was schief. Und es ist an der Zeit, dass zu ändern. Fangen wir an zu verstehen, dass alles zusammenhängt. Und dass wir bei uns anfangen müssen, wenn wir Dinge ändern wollen. Die Wasch-mich, aber-mach-mich- nicht-Nass-Mentalität wird auf die Länge nicht mehr funktionieren.

Gehen wir gemeinsam in eine neue Zukunft. Sie wird sowieso kommen. Die Welt verändert sich, ob wir es Transformation, Evolution oder sonstwie nennen, der Prozess hat längst angefangen. Es lässt sich nicht aufhalten. Die Frage ist nur: Bist du bereit mitzugehen? Bist du offen für Neues oder versuchst du krampfhaft am Alten festzuhalten? Wenn du mitfließt und offen bist für das Neue, bereit, dich zu ändern, wird es ein Weg der Freude, voller Liebe und Glück, ohne Angst, voll im Vertrauen. Wenn du versuchst am Alten festzuhalten, wird es vielleicht ein schmerzhafter Weg.

Ich spüre viel Angst bei anderen Menschen. Angst, den Job zu verlieren, Angst vor Krankheit, Angst geliebte Menschen zu verlieren, Angst die eigene Firma zu verlieren und so weiter. Ich möchte das in keiner Weise herabsetzen oder darüber urteilen.

Aber ich weiß aus eigener Erfahrung: Angst lähmt uns! Wenn du eine Gefahr spürst, musst du handeln um zu überleben. Wenn du aber vor lauter Angst keine klare Handlung mehr vornehmen kannst, wird es für dich wahrscheinlich eine Richtung nehmen, die du so nicht möchtest. 

Angst hilft uns nicht weiter. Es gibt immer Lösungen. Für jeden Einzelnen und für die Menschheit als Gemeinschaft. Vielleicht ist es an der Zeit umzudenken, neue Wege zu gehen und dafür auch in Kauf zu nehmen, dass wir bei uns selbst was ändern, vielleicht auch auf das Eine oder andere verzichten müssen. Und wer weiß, Verzicht kann ein Gewinn sein, weil das was danach kommt, viel wertvoller ist. Auch eine Erfahrung, die ich machen durfte. Die Menschheit hat eine Tendenz zu glauben, dass das was nachkommt, schlechter wird. Glauben wir doch daran, dass es besser wird. Das es neue Möglichkeiten geben wird.

In vielen Berufen erwartet man mittlerweile, dass die Mitarbeiter bis zur Rente bereit sind, Neues zu lernen, weil sich Technologien so schnell entwickeln. Und in unserem Privatleben? Leben heißt lernen – bis zum letzten Atemzug. Bist du bereit dazu? Bist du bereit, jeden morgen aufzustehen und wirklich offen zu sein für Neues. Kannst du dich dem Fluss des Lebens anvertrauen. Oder hältst du an dem fest, was dir vertraut ist, auch wenn es schon lange nicht mehr das ist, was du wirklich willst. Weil du glaubst, dass es sicher ist? Vielleicht auch, weil es bequem ist. Der Job, der Partner, der Freundeskreis, die Meinung, das Weltbild – alles ist so „bekannt“ und jedes daraus ausbrechen erst mal neu und ungewohnt. Altes loslassen heißt nicht zwingend, dass man Job, Beziehung, Freundeskreis etc. beenden muss. Ein Umdenken kann auch ganz neue Perspektiven in einer bestehenden Situation ergeben.

Natürlich ist es bequem, im Alten zu verharren. Ich für meinen Teil bin neue Wege gegangen. Ich muss zugeben, dass mich am Anfang auch das Leben vor einigen Jahren dazu gezwungen hat. Irgendwann fing ich an, ganz bewusst und freiwillig neue Wege zu gehen. Und es ist Freude pur. Warten wir nicht, bis das „Außen“ uns zwingt, uns zu öffnen und neue Wege zu gehen. 

Was kann denn schon passieren, wenn wir neue Wege gehen? Voller Wissbegierde und Freude, so wie Kinder? Wenn wir Visionen entwickeln, gemeinsam und diese dann auch ins Leben bringen? Wenn wir uns dem Leben anvertrauen? Kannst du dir vorstellen, dass das ganz viel Freude bringt? 

Was wäre wenn:

  • Die gesamte Menschheit gemeinsam in gegenseitigem Respekt für jeden leben würde?
  • Wir ALLE Menschen als gleichwertig und gleich wichtig ansehen?
  • Wir erkennen, dass glücklich sein rein gar nichts damit zu tun hat, ob wir ein großes Haus, Auto oder viel Geld haben?
  • Der Wert eines Menschen nicht mehr daran gemessen wird, was er hat oder tut oder welchen Vorteil er mir bringt, sonder daran, dass er ein vollwertiges Mitglied dieser Weltgemeinschaft ist, der seine ganz eigenen Potentiale einbringt.
  • Wenn jeder sein Potential zum Wohle aller einbringen würde, ohne auf den eigenen Vorteil bedacht zu sein?
  • Wenn jeder Sorge für die Umwelt trägt und dazu beiträgt, sowenig Ressourcen wie möglich zu verbrauchen?
  • Wenn jeder Lebensmittel regional und unverpackt und saisonal kauft / anbaut. Wenn „Nahrungsmittel“ wieder wertgeschätzt würden.
  • Wenn sich neue Wohnformen etablieren, in denen Natur und Menschen in einer Gemeinschaft leben?
  • Wenn der „Job“ zu einem sinnerfüllten Beruf werden würde, in dem unser Tun ebenfalls der Gemeinschaft dient?
  • Wenn es nicht mehr um noch mehr Profit und „Höher, schneller, weiter“ geht sondern darum, jeden mitzunehmen?
  • Wenn Lebensmittel nicht mehr als „BIO“ deklariert werden müssen, weil „natürliche“ Lebensmittel die Normalität sind?
  • Wenn aus Monokulturen blühende Landschaften mit reichem Ertrag ohne Einsatz von Pestizidien würden, in denen wieder ein Artenreichtum an Flora und Fauna herrscht?
  • Wenn Großstädte zu blühenden Oasen werden, in denen die Natur wieder Einzug halten darf und als Rückzugsort und zur Erholung dient, vielleicht sogar der „Ernährung“ im doppelten Sinne dient?
  • Wenn jeder Mensch erkannt hätte, dass wir alle den gleichen Ursprung haben und nicht voneinander getrennt sind?
  • Wenn wir erkennen, das der Austausch von Kulturen bereichernd und förderlich ist, das wir voneinander lernen können und jeder seinen Teil zu dem Großen Ganzen beiträgt?
  • Wenn jeder Achtsam mit der Natur, den Tieren und allem Leben umgehen würde?

Es wäre eine wundervolle Welt, ein wundervolles Zusammenleben und ich bin sicher, dass es geschehen wird. Wie schnell? Das liegt an uns!

Fang an neu zu denken, fang an alles was dich hindert und blockiert zu entfernen, fang an deine Vision zu leben und umzusetzen, fang bei dir selbst an und hör nicht mehr auf. 

Du wirst dich verändern und immer mehr treffen, die genauso denken, so handeln. Und so wird sich der Kreis erweitern und die Erde wird sich zu dem Ort verändern, der sie eigentlich ist. Ein Ort des Friedens, der Liebe und der Harmonie, der bedingungslos alles gibt, was wir zum leben brauchen.

Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier. Mohandas Karamchand Gandhi *1869 +1948

Vielleicht bezeichnest du mich als Spinner oder Träumer, vielleicht regt sich aber auch etwas in dir. Eine leise Stimme, die dir zuflüstert: „Fühl mal rein, vielleicht ist ja was dran“. Und wenn du diese leise Stimme vernimmst, hör ihr zu, lass sie lauter werden. Und dann geh los. 

Vielleicht ist manchen, der Weg den ich gehe, suspekt. Für mich bedeutet „Spiritualität“ mit beiden Beinen im Leben zu stehen, Situationen zu erkennen, sie anzunehmen und mein Bestes zu geben, um zu lernen und zu wachsen. Und dadurch, dass ich mich verändere, dass ich die Schichten, die ich im Laufe meines Lebens um mich aufgebaut habe, wieder abbaue und erkenne, wer ich wirklich bin, dadurch kann Transformation geschehen.  In mir und in anderen. Denn wir sind alle verbunden.

Umgib dich mit Menschen, die dir gut tun; finde Lehrer, die an DEINEM Wohl interessiert sind, wähle weise und vertraue dir selbst. Ich bin von tiefer Dankbarkeit erfüllt, dass ich meinen „Lehrer“ gefunden habe. Jemand der bedingungslos gibt und nur an meinem Wachstum interessiert ist. Jemand, der mich in den letzten 6 Jahren so viel hat erfahren lassen, dass ich heute ein durch und durch glücklicher Mensch bin. Das heißt nicht, dass es keine Herausforderungen mehr in meinem Leben gibt, dass ich nicht manchmal ärgerlich bin oder ungeduldig bin. Ich spüre sofort, ob es mein Verstand ist, der mir was vorgaukelt oder ob es aus dem Herzen kommt. Und ich kann entsprechend der Situation handeln und Lösungen finden. Und ich erfahre immer mehr, wer ich eigentlich bin und was mein Potential ist. Maitreya Dadashreeji hat mal gesagt: Ich verspreche nicht, dir die Dinge aus dem Weg zu räumen, denn es sind deine Aufgaben an denen du wächst. Aber ich werde dir helfen, damit du es erkennst und bestmöglich damit umgehen kannst (das ist jetzt meine freie Übersetzung aus dem englischen ;-). Und genau das ist geschehen. Und deshalb teile ich auch so viele seiner Botschaften. Weil ich selbst erfahren habe, wie bedingungslos er gibt und wie er hilft. Aber auch, dass wir selbst anfangen müssen, etwas zu tun. Ich glaube nicht daran, dass andere die Steine für mich aus dem Weg räumen, ich glaube auch nicht daran, dass eine Engelschar vom Himmel steigen oder ein Raumschiff landen und uns alle ins Paradies befördern wird ;-). Den Zustand, indem die Erde und die Menschheit aktuell ist, den haben wir erschaffen und es ist an uns, es wieder zu ändern. Aber ich glaube fest daran, dass die Menschen gemeinsam in der Lage sind, dass zu schaffen.

Und zum Jahresabschluss möchte ich mit dir eine ganz persönliche Wahrnehmung teilen:

Ich durfte Maitreya Dadashreeji mehrmals persönlich erleben. Ich habe erfahren, was sich in mir / in meinem Leben verändert hat. Ich habe Hilfe erfahren auf Wegen, die ich nie für möglich gehalten habe. Und ich bin zutiefst dankbar dafür. Es ist meine Sicht der Dinge und ich erwarte von niemand, dass er sie teilt. Wenn du dich gut geführt fühlst und für dich alles in Ordnung ist in deinem Leben, ist das fein. Letztenendes ist es wichtig, dass du die Verbindung zu deiner eigenen, inneren Göttlichkeit (was immer das für dich bedeutet) wieder herstellst. Ich bin überzeugt davon, dass Maitreya Dadashreeji jedem Einzelnen von uns dabei hilft, wenn wir es zulassen. Aber jeder ist frei, es in Anspruch zu nehmen oder auch nicht.

http://www.maitribodh.org/transform

Ich wünsche euch allen einen geruhsamen Jahresabschluss, ein glückliches neues Jahr in dem die Liebe und die Freude in den Herzen aller Menschen erwacht und über die Angst siegt. Ein Jahr, indem immer mehr „Ja“ sagen zu „One World“, „One Truth“, One Community“ (Eine Welt, eine Wahrheit, eine Gemeinschaft). „Ja“ sagen zur eigenen Transformation und der der Welt.

Bis zum 07. Januar 2021 verabschiede ich mich und gehe in die Stille. Neue Ideen wollen geboren werden und auch diese Website bedarf einer Überarbeitung. 

Von Herzen alles Liebe

Namaste

Cornelia

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