Der beste Tag meines Lebens

Seit 11 Tagen teile ich auf meinem facebook-Profil die „Peace und Positivity“-Botschaften von Dadashreeji. Ich mache dies, weil ich zutiefst überzeugt davon bin. Heute ist die Headline: Notiz an mich „Heute ist der beste Tag meines Lebens!“

Dieses Gefühl lebe ich schon lange und als ich es heute morgen gelesen habe, inspirierte es mich dazu, einen neuen Beitrag zu schreiben. Ich bin Dadashreeji 2015 das erste Mal begegnet und durch ihn habe ich eine ganz neue Sichtweise auf diese Dinge erfahren. Und das möchte ich gerne mit euch teilen.

Kennst du das – du wirst morgens wach, bist im ersten Moment noch richtig gut drauf und dann kommen die Gedanken. Der Blick geht zum Fenster, Regen, Wolken. Sofort geht das Gedanken-Karussell los: „Was für ein blödes Wetter und die Arbeit im Büro von gestern habe ich noch nicht ganz erledigt, der Chef meckert gleich wieder, der neue Kollege ist immer schlecht gelaunt, die Rechnung für die Autoreparatur ist auch noch nicht bezahlt und dann kommt heute Abend noch meine Schwiegermutter, da hab ich ja eigentlich gar keine Lust drauf“. Und so weiter.

So oder so ähnlich geht es vielen, davon bin ich überzeugt. Ich gehörte früher auch dazu. Aber was passiert denn, wenn wir so den Tag beginnen? Wir bringen uns selbst immer tiefer in diese „negativen“ Erwartungshaltungen, in diese Stimmung hinein. Wir werden sozusagen Schauspieler in unserem eigenen Theater und die Regie führt jemand anderes. Aber wer ist der andere? Es ist der Verstand, der uns all diese Dinge „sagt“.

Der Verstand ist ein sehr kraftvolles Instrument, das uns gute Dienste leisten kann. Ein weiteres, für mich viel kraftvolleres Instrument ist unser Gefühl. Nutzen wir beide in der bestmöglichen Art und Weise, dienen sie uns. Wenn wir uns nur vom Verstand steuern lassen, der endlos vor sich hinplappert (weisst du, dass wir über 70.000 Gedanken am Tag denken, die meisten davon unbewusst), wo führt das hin? Genau dahin, was ich oben beschrieben habe.

Wir können den Verstand (die Gedanken) nicht abschalten. Also was tun? Ich erlebe, dass das Gefühl, mit dem ich etwas tue oder in dem ich mich befinde, eine enorm wichtige Rolle spielt.

Beispiel: Ich stehe morgens auf und denke: „Alles ist Mist. Ich schaue in den Spiegel und fühle mich unwohl, weil ich unausgeschlafen aussehe. Meine schlechte Stimmung steigert sich. Vielleicht merke ich in der Küche, dass der Kaffee alle ist und nun ist der Tag vollends gelaufen. Was glaubst du, wird passieren? Meine Erfahrung: Der Tag wird mit ziemlicher Sicherheit so weitergehen. Du denkst dies und gleichzeitig fühlst du dich auch so. Nämlich schlecht. Es geht gar nicht anders. Wenn du negativ denkst, kannst du dich nicht positiv fühlen.

Stell dir ein anderes Beispiel vor: Du wirst morgens wach. Bevor du die Augen öffnest, dehnst und streckst du dich, ein Lächeln überzieht dein Gesicht und du freust dich und spürst eine tiefe Dankbarkeit, dass du aufgewacht bist. Vielleicht lachst du jetzt, aber ist das wirklich so selbstverständlich? Es soll schon Menschen gegeben haben, die abends in Bett und morgens nicht mehr aufgestanden sind. Aber im Ernst, es gibt so viele Gründe, sich zu freuen und dankbar zu sein. Du wirst in einem Bett wach, viele Menschen haben das nicht. Wahrscheinlich hast du ein Badezimmer und fließendes, warmes Wasser. Auch das haben viele Menschen nicht. Es regnet – na und. Sei dankbar dafür. Was glaubst du, wo dein Wasser, dass du zum duschen, kochen, Blumen gießen etc. nimmst, herkommt. Es geht darum, dir solch kleiner, für die meisten von uns selbstverständlicher, Dinge bewusst zu werden. Für jemand, der kein Bett und keine Dusche hat, kann solch ein Moment der Dankbarkeit und Freude sein, wenn er morgens etwas zu essen hat.

Aus meiner Erfahrung heraus, ist es wichtig, dass du das alles nicht nur denkst. Wenn du denkst: „Ja, toll, ich habe ein Bett, eine Dusche usw.“ aber es im Herzen nicht fühlst, bleibt es eine hohle Phrase. Vielleicht funktioniert „positives denken“ allein deshalb auf Dauer nicht wirklich. Ich glaube, es ist mit allem so. Ob du meditierst, betest oder was auch immer tust. Wenn wir es nur tun, weil wir glauben es tun zu müssen, wird es nicht funktionieren. Ohne das Gefühl, ohne unser Herz funktioniert nichts.

Jetzt stell dir vor, du gehst mit dieser fröhlichen Grundstimmung (diesem Gefühl) ins Badezimmer. Blick in den Spiegel: Oh je, dicke Augenringe, unausgeschlafen und der Pickel auf der Nase trägt auch nicht gerade zur Freude bei. Na uns! Genau so passiert es mir auch. Ich steh in solchen Momenten da und lache lauthals. Was ist so schlimm daran? Kaltes Wasser und die Augenringe sind schon besser. Der Rest wird gegebenenfalls mit Make up kaschiert (ich lass es mittlerweile, es stört mich nicht mehr).

Da fällt mir ein Spruch ein, den ich vor Jahren mal gelesen habe: „Wer morgens zerknittert aufsteht, hat den ganzen Tag über Entfaltungsmöglichkeiten“. Der beste Weg für ein entspanntes Leben in Freude ist: Nimm dich selbst nicht so ernst! Ich kann mittlerweile ganz herzhaft über mich selbst lachen.

Wenn du nun in die Küche gehst und der Kaffee ist alle – na und, mach dir halt einen Tee oder trink einen Saft. Kaffee gibt es dann auf der Arbeit. Auch davon geht die Welt nicht unter.

Mein Fazit aus all dem: Wir nehmen Kleinigkeiten meist zu wichtig und lassen zu, dass diese unseren Tag, unser Leben beeinflussen. Ich bitte dich wirklich einmal tief hineinzufühlen: Wie kann es sein, dass ein fehlender Kaffee, ein verregneter Tag, ein schlechtgelaunter Kollege (oder was auch immer) DEINE Stimmung, deinen Tag diktiert, dir DEINE Freude nimmt? Es wird nicht so sein, wenn du es nicht zulässt. Du allein entscheidest, ob es dir gut geht oder nicht. Ich höre jetzt das: „Ja aber….“. Nein, kein „aber“. Es gibt natürlich Situationen, in denen man gerade keine Freude empfinden kann, z. B. wenn man einen lieben Menschen verloren hat usw. Das meine ich damit auch nicht. Natürlich dürfen wir uns auch mal schlecht fühlen, trauern etc. Aber es ist wichtig, dass wir diese Emotionen zulassen und dann wieder herausgehen. Und nicht darin hängen bleiben und davon unser Leben diktieren lassen.

Für mich gibt es zwei ganz wichtige Punkte, die mein Leben verändert haben zum besseren. Erstens: Ich verfahre jeden Morgen so, wie ich es oben beschrieben habe. Ich beginne den Tag mit freudigen, dankbaren Gefühlen. Und zweitens: Ich rufe mir jeden Abend nochmal in Erinnerung, was es Schönes an diesem Tag gab und ich bin dankbar dafür, das erlebt zu haben. Und wenn es schwierige Situationen waren, schau ich, was ich daraus lernen konnte. Und dabei stelle ich immer mehr fest, dass die freudvollen Dingen überwiegen. Das hat nichts mit Verdrängen zu tun. Es verändert sich wirklich. Weil du dich veränderst. Weil du achtsamer wirst und weil du deiner Aufmerksamkeit eine andere Richtung gibst.

Natürlich kannst du damit weder den Kollegen noch die Schwiegermutter ändern, aber vielleicht verändert sich ja dein Blick auf sie, deine Einstellung zu ihnen. Auch andere Menschen haben ihr Päckchen zu tragen. Sprich mit ihnen, vielleicht wirst du erstaunt feststellen, wie viele Gemeinsamkeiten ihr habt.

Versuch es einfach mal. Nur was du selbst erlebt hast, wird ein Bestandteil von dir. Du kannst noch soviel lesen und dir erzählen lassen. Lernen kannst du nur durch Erfahrung. MACH ES und schau was passiert.

Alles Liebe für dich und wenn du mehr erfahren möchtest, schreib mir gerne eine E-Mail. Du findest sie rechts oben auf der Startseite.

Cornelia

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